In: Leßmann (Hg.): Schreiben eigener Texte. Wohin geht die Reise? Perspektiven, Erfahrungen aus Unterricht, Schulentwicklung udn Forschung. Beiträge zur Reform der Grundschule Bd. 160. Frankfurt/Main: Grundschulverband, S. 322 - 341.
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In Texten von Kindern handeln Figuren nicht nur, „sondern sie reden miteinander
oder denken nach“ (Augst 2010, 85) – und zwar von Anfang an. Doch wie bauen Kinder
die Figurenrede in ihre Texte ein, und wie gestalten sie diese? Anhand von 179
narrativen Texten von 6 Grundschüler:innen werden Entwicklungen der Figurenrede
über einen Zeitraum von vier Schuljahren untersucht. Die vorliegende Studie
zeichnet sich gegenüber anderen Studien dadurch aus, dass ausschließlich selbst
verfasste Texte zu eigens gewählten Themen aus einer wöchentlichen Schreibzeit
zugrunde liegen, und dies bereits seit dem 1. Schuljahr. Ein Ziel der Untersuchung
ist es, Veränderungen in der Häufigkeit, der Gestaltung und der Einbettung der Figurenrede
in den eigenen Texten darzustellen. Ein weiteres Ziel ist es, diese Ergebnisse
zur Figurenrede mit denen der – in der Schreibdidaktik bekannten – Studie zur Text-
Sorten-Kompetenz von Augst et al. (2007) zu vergleichen. Damit liefert diese Studie
wertvolle Erkenntnisse für die Schreibforschung und die Didaktik des Schreibens im
Grundschulunterricht.


