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Lesen

Lesen ist wichtig! Denn Lesen ist eine grundlegende Voraussetzung für die Teilhabe am schulischen, öffentlichen und privaten Leben. Lesefähigkeiten auszubilden, umfasst zweierlei: Gut lesen und gerne lesen.

Gut lesen bezieht sich auf die eher handwerklich-technischen Voraussetzungen: Schriftzeichen müssen entschlüsselt und in Bedeutung überführt werden. Wer die mit den Augen wahrgenommenen Schriftzeichen in hörbare Sprache umsetzen kann, wird zum Leser oder Leserin. Wer diesen Prozess nur mühsam bewältigt, für den wird Lesen zur Last. Gut lesen können heißt auch, eine Lesegeschwindigkeit auszubilden, die es dem Lesenden ermöglicht, sich ein Bild von dem Gelesenen zu machen und den Text zu verstehen. Das Lesehandwerk lässt sich mit Angeboten wie Blitzlesen, Lesetandems oder Hören durch Mitlesen unterstützen.

Gerne lesen betont dagegen die Freude, die sich einstellt, wenn sich im Lesen neue Welten öffnen - etwa, wenn man mit den Protagonisten Abenteuer erlebt, wenn man auf den Spuren der Entdecker wandelt oder wenn man sich neue Zaubertricks aneignet ... Gerne lesen heißt, sich zum Lesen an einen gemütlichen Fleck zurückzuziehen - aber auch, mit anderen in den Austausch über das Gelesene zu treten. Auch dafür finden Sie hier eine Reihe von Angeboten: Bücher lesen und vorstellen, Auseinandersetzung mit Lektüre im Lesejournal, in Literaturzirkeln und vieles mehr.

Lesekompetenzen zu fördern, heißt beide Bereiche - gut und gerne lesen - in den Unterricht zu integrieren, denn sie bedingen sich gegenseitig. In eine wöchentlichen Lesezeit lassen sich Angebote aus beidem einbinden und auf die Klasse und die Einzelnen abstimmen.

Das Lesen einer gemeinsamen Klassenlektüre aber sollte darüber nicht zu kurz kommen. Indem sich eine Klasse gemeinsam in andere Welten begibt, bilden sich gemeinsame Bezugspunkte, die eine Klasse zur Lesegemeinschaft zusammenführt und soziale wie kulturelle Teilhabe ermöglicht. Auch Vorlesegespräche und literarische Gespräche sind für die Klasse wie für die Einzelnen identitätsstiftend.

Was unterscheidet die Leseangebote und -materialien auf dieser Seite von anderen?

Sie finden hier viele Texte, die von Kindern verfasst und teilweise von ihnen selbst eingelesen sind. Ihre Gedanken, ihre Sprache und auch ihre Stimme bilden das Herz zahlreicher Lesetexte und Leseübungen (Blitzlesen, Lesetandems, Hören und Mitlesen). Ergänzt werden sie um literarische Texte aus unterschiedlichen Genres - Märchen, Fabeln, Gedichte, Spiele, Lieder ... Jeweils geht es darum, Verbindungen zwischen Lesen bzw. Literatur und Schreiben zu initiieren und zu nutzen.

Eine wöchentliche Lesezeit ist ein ebenso unverzichtbarer und beglückender Bestandteil des Deutschunterrichts wie die regelmäßige Schreibzeit. Die Lesezeit dient gleichermaßen der individuellen Leseförderung und dem gemeinsamen literarischen Leben.

Filme: Lesezeit

Wer die ca. 100 am häufigsten vorkommenden Wörter schnell und sicher lesen lernt, erwirbt eine tragfähige Stütze für das Lesen von Texten aller Art. Denn diese Wörter machen etwa die Hälfte eines beliebigen Textes aus. Es lohnt sich also, diese Wörter zu üben.

Filme: Eine-Minute-Lesen (Blitzlesen)

Einen Text vorgelesen bekommen und diesen gleichzeitig halblaut mitlesen - diese Form der Leseförderung hat sich als sehr effektiv erwiesen (vgl. Forschungsarbeiten von Steffen Gailberger). Beim Hören und Mitlesen verbinden sich Lesetraining und Lesegenuss.

Filme: Texte hören und mitlesen

Wer sehr langsam liest, hat Mühe, den Inhalt des Gelesenen zu erfassen. Lesetandems verfolgen das Ziel, die Lesegeschwindigkeit zu erhöhen. Dafür wird demjenigen, der Unterstützung braucht - dem Sportler -, ein Trainer zur Seite gestellt. Der Trainer coached den Sportler.

Filme: Lesetandem

Jederzeit steht ein selbst gewähltes Buch zum Lesen zur Verfügung. Als "Tischbuch" wird es unter dem Tisch verwahrt, sodass es schnell in die Hand genommen werden kann, um darin zu lesen oder damit zu arbeiten.

Film: Bücher lesen, empfehlen und Bücher vorstellen

Ein Buch zu lesen, ist immer bereichernd. Zu lernen, sich mit einer Lektüre intensiv auseinanderzusetzen, ist Aufgabe des Deutschunterrichts. Das Lesejournal lädt dazu ein, sich mit einer individuell gewählten Lektüre intensiver zu befassen. Das Lesetagebuch fordert heraus, sich mit einer gemeinsam in der Klasse gelesenen Lektüre vertiefend auseinanderzusetzen.

Sich als Klasse mit einer für alle gleichen Lektüre zu befassen, schafft Ankerpunkte für das gemeinsame fachliche Lernen und für das soziale Miteinander - während der Arbeit an der Lektüre und danach. Durch literarisches Lernen werden gemeinsame ästhetische Sinnbildungsprozesse initiiert.

Im Unterricht Verbindungen zwischen Rezeption und Produktion aufzuzeigen und aktiv für die Entwicklung literaler Kompetenzen zu nutzen, ist vielversprechend. So können beispielsweise in beiden Bereichen dieselben Fachtermini, aber auch dieselben Artefakte (wie etwa der rote Faden) genutzt werden.

Leseerfahrene nutzen intuitiv Routinen, die ihnen helfen, den Inhalt des Gelesenen zu erfassen und zu verstehen: Kürzere Texte überfliegen sie schnell. Mit einem knappen Blick auf Überschriften oder Illustrationen verschaffen sie sich fast nebenbei Informationen, die wie Ankerpunkte das Verständnis des Textes stützen.

Vier oder fünf Schülerinnen und Schüler lesen die gleiche Lektüre - ggf. zu einem gemeinsamen Oberthema. Zu jedem Kapitel sollen sie sich ihre eigene Meinung bilden. Im Literaturzirkel, der begleitend zur Lektüre des Buches regelmäßig zusammenkommt, tauschen sie Eindrücke und Fragen aus und stellen ihre Meinungen zur Diskussion.

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