Wer mit Schreibzeiten arbeitet, wird auch schnell einen Zugang zu regelmäßigen Matheforscherzeiten finden. Werden in Autorenrunden die Besonderheiten selbst verfasster Texte in Form von "Schreibgeheimnissen" herausgearbeitet, so sind es hier "Matheblüten": Besonderheiten, die aus Ideen und Beobachtungen der Kinder gemeinsam herausgerarbeitet werden.
Während die Kinder ihre eigenen Texte in ein Tagebuch oder Schreibbuch schreben, so ist es hier das Forscher- und Entdeckerheft, in das sie ihre "Mathe-Ideen" zeichnen, schreiben, kleben ..., - alles, was irgendetwas mit Mathematik zu tun haben könnte. Wie im Tagebuch ist hier alles erlaubt: vom Zeichnen von Dächern, Böden oder Spielfeldern bis zur Darstellung imaginärer Konten (Beispiele ais dem 1. Schuljahr). Materialien können das Forschen unterstützen, sollten aber die eigenen Ideen nicht überfrachten.
Im Forscherkreis zu Beginn der Forscherzeit werden Ideen aus den Heften vorgestellt. Im Gespräch (Fahrplan) wird überlegt, was das Besondere (in mathematischer Hinsicht) ist. Es gemeinsam als Matheblüte zu formulieren (Kärtchen), bildet einen grundlegenden Schritt auf dem Weg des Mathematisierens. Hier entstehen Anregungen, die andere inspirieren, Später werden die Matheblüten geordnet, z.B. nach den Bereichen Zahlen, Formen, Größen, Räume oder Daten. Kompetenzen (s. Bildungsstandards) entwickeln sich hier also auf der Grundlage der alltäglichen Erfahrungen und Beobachtungen der Kinder.
Material
Einladungen für Forscher- und Entdeckerhefte (mit Anregungen)
Vorlagen Gesprächsfahrplan Forscherrunden (mit Impulsen), Matheblüten (für Kärtchen)